Datenleak bei Facebook, Linkedin und Clubhouse

Geschrieben am 22.04.2021 von:

Sinja Rau

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„Für meine Daten interessiert sich doch ohnehin niemand…“ – so wird leider oft argumentiert, wenn es um den aufmerksamen Umgang mit den eigenen Daten und Datenschutz im Internet, insbesondere auf Social Media, geht … Dabei sind gerade diese Daten sehr begehrt und viele bemerken jetzt erst nach den Datenleaks der vergangenen Wochen die Auswirkungen davon:

  • Phishing-Nachrichten per SMS („Dein Paket kommt bald, klicke auf diesen Link…“)
  • Spam-Mails mit Schadcode
  • Betrugsanrufe mit Kostenfallen

Die Meldungen über Datenleaks häufen sich – innerhalb von einer Woche sind von drei verschiedenen Social-Media Plattformen Nutzerdaten im Netz aufgetaucht: zuerst waren über 533 Millionen Facebook, dann 500 Millionen Linkedin und zuletzt 1,3 Millionen Clubhouse-Nutzer betroffen.

Bei Clubhouse sollen keine „sensiblen Informationen“ veröffentlicht worden sein, sondern lediglich Informationen wie Name, Username, Profilbild-URL und Anzahl der Follower. Dennoch ist es einem kompetenten Cyberkriminellen schon mit diesen Daten möglich, einen erheblichen Schaden anzurichten. So könnten diese Informationen mit anderen geleakten Daten kombiniert werden, um dann ausführliche Opferprofile zu erstellen. Mittels dieser Profile sind Kriminelle dann in der Lage, Phishing- und Social-Engineering-Angriffe zu starten oder auch Identitätsdiebstahl zu begehen.

Ob man selbst betroffen ist, kann man auf der Website www.haveibeenpwned.com überprüfen. Sofern die Daten hier auftauchen, wird man darauf hingewiesen, seine Daten so schnell wie möglich zu ändern.

Was sollten Betroffene unternehmen?

  1. Wichtig ist es, das Passwort zu ändern und eines zu wählen, das man nicht schon auf einer anderen Plattform benutzt. Sichere Passwörter sollten aus mindestens 10 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen bestehen.
  2. Man sollte skeptisch mit unbekannten E-Mails und SMS umgehen und in fragwürdigen Nachrichten nicht auf Links oder Anhänge klicken.
  3. Sofern es möglich ist, sollte auch die E-Mail-Adresse und Handynummer verändert werden.

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